SKULPTUREN

Die Skulpturensammlung ist, genauso wie Bilder, nur eine kleine Ergänzung zur Sammlungshauptrichtung der Galerie in Havlíčkův Brod. Die Dauerexposition wird mit einigen Solitären ergänzt und dadurch wird auch die Betrachtung der bildenden Kunst geformt, wo auch die 3-D Werke/ Dreidimensionswerke ihren wichtigen Platz haben.

Eine außergewöhnliche Position im Rahmen der Skulpturensammlung hat der nichtpolychromierte Altar des Hlg. Kreuzes / der sog. Úhrov-Altar. Sein Autor ist der schlesische Bildhauer und Holzschnitzer Ignác Rohrbach (1691-1747), der in der ersten Hälfte der zwanziger Jahre des 18. Jahrhunderts nach Tschechien kam und nachfolgend mit seinen Werken das Barockbild der ostböhmischen Städte formte.


Altar des Hlg. Kreuzes / Úhrov-Altar

Der Altar des Hlg. Kreuzes aus der Schlosskapelle der Erhöhung des Hlg. Kreuzes in Úhrov bei Chotěboř ist ein hervorragendes Beispiel des Werkes des vorderen Vertreters der ostböhmischen Spätbarockschnitzerei von Braun´s Nachfolgern.

Sein Autor ist der schlesische Bildhauer und Holzschnitzer Ignác Rohrbach, der in der ersten Hälfte der zwanziger Jahre des 18. Jahrhunderts nach Tschechien kam. In 1725 ist Rohrbachs Aufenthalt in Běstvina belegt.

Ein Jahr später machte er sich in Chrudim ansässig und durch die Heirat erwarb er eine etablierte Bildhauerwerkstatt von Jan Pavel Čechpauer, höchstwahrscheinlich auch mit unvollendeten Aufträgen. Von hier aus belieferte er mit seinen Werken einen großen Teil von Ostböhmen und der Gegend an der Elbe.

Der nichtpolychromierte Altar mit der Skulpturengruppe Kalvarie entstand um 1735 und sein Figuraldekor gehört zu Rohrbachs Spitzenwerken, die ein einzigartiges Beispiel der expressiven Sensibilität und ungewöhnlicher Modellierungssicherheit eines der Fortsetzer des Braun-Stils sind.

Der Altar des Hlg. Kreuzes wurde als hohe Portalarchitektur gestaltet, bestehend aus zwei Seitenpilastern mit gegliederten Kompositkapitelln, dekoriert mit Voluten und Akanthus-Ranken. Im oberen Teil wurde diese Komposition mit einem System von gekröpften, reich profilierten Simsen abgeschlossen. Im Bezug auf die Raummöglichkeiten der Galerie ist es allerdings nicht möglich den Altar mit allen ursprünglichen Elementen auszustellen.

In der Region Havlíčkův Brod war Rohrbach neben Úhrov auch an der Ausstattung der Kirche des Hlg. Ondřej in Pohled bei Havlíčkův Brod, in der Kirche der Hlg. Lucie in Ježov bei Ledeč nad Sázavou und direkt in Havlíčkův Brod der Mariä-Himmelfahrt-Dekankirche und vor allem an der Innendekorierung der Augustiner-Klosterkirche der Hlg. Familie beteiligt, wo er mit Unterbrechungen seit 1732 bis zu seinem Tod arbeitete.

Die Galerie der bildenden Kunst in Havlíčkův Brod hat am 16.10.1996 den Altar durch den Kauf vom Restituenten in ihre Sammlungsfonds erworben. Finanzen hat das Kulturministerium der CR aus den Mitteln für Einkauf der durch Ausfuhr gefährdeten Gegenstände geleistet. Nach der Restaurierung wurde der Altar in das neue Galerieobjekt eingesetzt und in die Dauerexposition der Sammlungen eingegliedert.

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