GESCHICHTE DES GALERIEGEBÄUDES

Die Galerie hatte am Anfang ihren Sitz im Kreismuseum und im Laufe des Jahres 1965 wurde das Haus U Trojice adaptiert, welches sie zugeordnet bekam. Am Ende des Jahres 1965, als die Bauarbeiten fertig waren, wurde über Liquidierung des Ostböhmischen Verlags in Havlíčkův Brod beschlossen und sein Gebäude – das Malina-Haus, wo auch der Ausstellungssaal des Verlages war, wurde der Galerie angeboten. Dieses Haus ist viel günstiger als das Haus U Trojice situiert, und es gehörte zu den schönsten Bürgerhäusern in der Stadt, deswegen absolvierte die Galerie wieder das Adaptationsmartyrium und erwarb das im Barock- und Renaissancestil gestaltete spätgotische Haus aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts auf dem Marktplatz. Für die Öffentlichkeit wurde das Haus im Dezember 1966 zugänglich und die Galerie war dort bis August 1999 ansässig, als sie in das neu rekonstruierte Bürgerhaus Nr. 18 auf dem Havlíčkovo náměstí umzog.

Der neue Galeriesitz ist das Haus, welches in der Vergangenheit allgemein „die alte Apotheke“ genannt wurde. Es ist mit dem denkwürdigen Havlíček-Haus benachbart und steht an der Grenze des Marktplatzes und der Horní-Strasse, aber bereits in den ältesten Stadtbüchern wird es als „Haus am Ring“ bezeichnet, wo Erbhäuser der führenden Patrizierfamilien von Brod waren. Deswegen ist der häufige Besitzerwechsel, vor allem im 18. Jahrhundert, überraschend und bei anderen Häusern ungewöhnlich.

Die älteste bis jetzt bekannte Aufzeichnung über dieses Haus ist aus dem Jahre 1581, als der Schreiber Jan Bydžovský dieses Haus von Václav Chmelík für 350 Schock Meissner kaufte.

In 1626 brach in der Horní-Strasse ein großes Feuer aus, bei dem auch dieses Haus in Schutt und Asche wurde. Der damalige Besitzer Jiří Krupský baute das Haus wieder auf. Ein anderer in der Reihe der sich oft wechselnden Besitzer war z.B. Lukáš Kobzin, der jüngere Schwager von Kateřina Barbora Kobzinová. In 1755 kaufte das Haus der Apotheker Jan Antonín Wetzl, der das Haus aufwendig umbaute und darin eine für damalige Zeit reich und sehr zweckmäßig eingerichtete Apotheke errichtete. Aus dieser Zeit stammt auch die Gestaltung der Hausstirnseite. Die weiteren Hausbesitzer waren dann nur Apotheker, deswegen hat das Haus diese Bezeichnung bekommen.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Haus vom Betrieb Textil Pardubice verwaltet, der hier im ersten Obergeschoss ein Geschäft und Lager hatte. Im zweiten Obergeschoss waren zwei Wohnungen. Die Galerie kaufte das Haus im März 1997 und begann eine aufwendige Rekonstruktion. Die Rekonstruktion verlief in den Jahren 1997 - 1999 und gegenüber dem Projekt forderte sie höhere Kosten, weil nach der Putzentfernung ein schlechter statischer Gebäudezustand ermittelt wurde. Es war z.B. erforderlich sämtliche Gewölbe im ersten Untergeschoss und im ersten und zweiten Obergeschoss statisch abzusichern, die Tragwand neu zu mauern, über der zwei Räume gewölbt waren und die auf verrottetem Eichenbalken, frei gelegt auf Ausfüllung der Gewölbe im ersten Obergeschoss, gegründet war. Nach dem Putzabhauen wurden zahlreiche wertvolle architektonische gotische und Renaissanceelemente entdeckt, die nach der Restaurierung unbedeckt blieben und die beweisen, dass das Haus und sein Besitzer im Mittelalter einen wichtigen Posten in der Stadt hatten. Das beweisen außerdem auch die entdeckten archäologischen Funde, wovon die bedeutendsten Fragmente der gotischen durchbrochenen Kacheln oder grün glasierte Fragmente der Kammerkacheln mit Figuren- und architektonischen Motiven sind. Sämtliche Funde werden im Museum der Region Vysočina in Havlíčkův Brod aufbewahrt und gelegentlich den Galeriebesuchern vorgestellt.

Die Galerie zog im August 1999 in das neue Gebäude ein und im Oktober machte sie ihre Ausstellungsräumlichkeiten der Öffentlichkeit zugänglich. Durch den Einkauf und komplette Rekonstruktion dieses Objektes erwarb die Galerie einen adäquaten Ersatz für das bestehende Objekt, Trennung der Räume für Dauerexposition von den Ausstellungsräumlichkeiten und durch Ausnutzung des rekonstruierten Dachgeschosses auch einen Teil des fehlenden qualitativen Umfeldes. Gleichzeitig wurde in diesem Gebäude hindernisfreier Zugang zu Ausstellungsräumen im ersten und zweiten Obergeschoss und zur Dauerexposition im zweiten Obergeschoss ermöglicht.

 

KONTAKT

GALERIE VÝTVARNÉHO UMĚNÍ
V HAVLÍČKOVĚ BRODĚ
Havlíčkovo nám. 18
580 01 Havlíčkův Brod
Tschechische Republik

e-mail: galerie@galeriehb.cz
tel./fax.: 569 427 035

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